Hintergrund
Ich arbeitete mit einem in den USA ansässigen Kunden zusammen, der ein neues Produkt entwickelte und Prototypenteile in kleinen Mengen benötigte. Der Zeitplan war eng, und das Design befand sich noch in der Entwicklungsphase.
Die Situation
Die Haupt-Herausforderung bestand nicht in der eigentlichen Bearbeitung – sondern in der Häufigkeit der Konstruktionsänderungen.
Jedes Mal, wenn eine Überarbeitung einging, verlangsamten herkömmliche Fertigungsabläufe den Prozess. Das Neu-Programmieren, das Neu-Einrichten und das erneute Prüfen der Maschineneinstellungen führten immer wieder zu zusätzlichen Durchlaufzeiten, was sich zunehmend negativ auf ihren Entwicklungszeitplan auswirkte.
Was ich angepasst habe
Statt es wie einen Standard-Produktionsauftrag zu behandeln, konzentrierte ich mich von Anfang an auf Flexibilität:
- Ich vereinfachte und modularisierte die CNC-Programmierung, sodass Aktualisierungen keinen vollständigen Neustart erforderten
- Ich verkürzte die Rüstzeit durch die Standardisierung von Spannvorrichtungen, wo immer möglich
- Ich hielt die Kommunikation zu jeder Änderung eng, um unnötige Nacharbeit zu vermeiden
Die Idee war, Änderungen Teil des Prozesses zu machen – nicht eine Störung desselben.
Das Ergebnis
Im Verlauf des Projekts verbesserte sich die Durchlaufzeit zwischen den Revisionen spürbar.
Der Kunde konnte schneller iterieren, mehr Versionen testen und letztlich seinen Entwicklungszyklus verkürzen.
Zusammenfassung
Aus diesem Projekt wurde mir eines klar: Prototyping in geringen Stückzahlen dreht sich nicht um Produktions-Effizienz – sondern darum, wie schnell man sich anpassen kann.
Ein reaktionsfähiger Prozess übertrifft stets einen starren Prozess, solange die Konstruktionen noch im Fluss sind.